Marienkapelle auf dem Feldberg Stahle

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Kirche
Die Marienkapelle auf dem Feldberg ist eine offizielle Wallfahrtsstätte des Erzbistums Paderborn.
Die Kapelle wurde zu Ehren der Mutter Gottes errichtet. Anlass war ein Gelöbnis der Einwohner der Gemeinde Stahle: sie würden eine Kapelle bauen, wenn der Ort von der vielerorts wütenden asiatischen Cholera verschont bliebe. Stahle blieb verschont und die Kapelle erbaut.
 
Neben dem Eingang weist eine Sandsteintafel auf den geschichtlichen Hintergrund hin:
Im Cholerajahr 1834 gelobten die Stahler, diese Marienkapelle zu errichten und jährlich zu Mariä Heimsuchung eine Dankprozession durchzuführen.
Die Gemeinde blieb von der Cholera verschont.
Sie hielt freudig ihr Versprechen.
Auch uns bindet „Das Gelöbnis.“
 
Getreu diesem Gelöbnis gehen die Stahler*innen alljährlich an dem auf „Maria Heimsuchung“ folgenden Sonntag, das ist der erste Sonntag im Juli – in Prozession mit musikalischer Begleitung durch das Stahler Blasorchester zu ihrer Kapelle. Nicht ein einziges Jahr ist die Prozession ausgefallen. Während der Coronazeit hat nur eine kleine Abordnung des Kirchenvorstandes und des Pfarrgemeinderates dieses Gelöbnis aufrechterhalten.
Nach der mündlichen Überlieferung wurden Steine und Mörtel für den Bau eigenhändig – also ohne Benutzung von Fuhrwerken – an Ort und Stelle geschafft. Die Steine stammen wahrscheinlich aus der Steinkuhle am Hang des Berges, der heutigen Freilichtbühne.
 
Das Gelöbnis
– Stahle Anno 1834 –
Sie trugen Balken und Steine
und bauten der Mutter ein Haus;
das steht an luftigem Raine
und lugt in das Land hinaus.
Sie brachten zum Berge ein Bildnis
der Mutter mit ihrem Sohn;
das steht dort in der Stille
auf dem brocknen Thron.
Sie hofften und glaubten an morgen
und sahen im Leben den Sinn;
sie nahmen all ihre Sorgen
und gingen zur Mutter hin…
Heinz Mönkemeyer
(*30. März 1928, †26. Dezember 2006)

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kein Eintritt möglich

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Anfahrt

Marienkapelle auf dem Feldberg Stahle
37671 Höxter - Stahle